Requiem für Auschwitz, Frauenkirche 2016, Foto: Klaus Gigga

Der Universitätschor Dresden e.V. gehört zu den ältesten kulturellen Ensembles der TU Dresden. Er ist mit über 200 aktiven Sängern (Stand 2015) deren größte künstlerische Gruppe. Die ständig steigende Sängerzahl zeigt das vitale Interesse der Studenten, Alumni und Dozenten unterschiedlicher Studienrichtungen an einer anspruchsvollen künstlerischen Betätigung. Mit dem Wiederaufbau der Universität nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, prägt der Chor seit 65 Jahren durch sein abwechslungsreiches Programm das Kulturleben an der Universität und in der Landeshauptstadt Dresden mit und wirkt weit über deren Grenzen hinaus. Als Mitglied im Verband Deutscher Konzertchöre trägt er zur Pflege wertvoller Chormusik aller Epochen, Gattungen und Stilen in Aufführungen von künstlerisch hohem Anspruch bei. Eine gute musikalische Vorbildung vieler der im Chor singenden Studierenden erlaubt neben dem großen Sinfoniechor das Bestehen eines hochmotivierten Kammerchores mit etwa 40 Sängern, der stilistische Offenheit auf hohem musikalischen Niveau repräsentiert. 

 

Der jungen Dirigentin Christiane Büttig gelang es mit ihrer Übernahme des Ensembles im Sommer 2012 das musikalische Profil des Chores weiter zu schärfen. Sie gründete die Konzertreihe „Regel|Freiheit“, welche geschickt klassische und zeitgenössische Musik in Dialog treten lässt. Beispielsweise stehen Werke von Cage, Hindemith, Krenek, Nystedt, Rautavaara, Stockhausen, Tormis und Vasks im Spannungsfeld neben Kompositionen von Bach, Brahms, Dowland, Mendelssohn, Reger und Schubert.
Der große Chor widmet sich vorrangig Werken der Chorsinfonik und pflegt ein breitgefächertes a.c. Repertoire. Die Auftragskomposition „Statements“ von A. Keuk wurde 2015 ein großer Erfolg.


Der Chor gastierte bei renommierten Konzerten wie dem „Requiem für Auschwitz“ mit dem Sinti und Romaorchester und Mahlers 8.Sinfonie mit dem Israel Philharmonic Orchestra. Im Jahr 2017 hat er die Kammeroper „Katharina von Bora“ gemeinsam mit der Sächsischen Bläserphilharmonie zur Aufführung gebracht. Großartige Höhepunkte 2019 waren das opulente Händel-Oratorium „Saul“ in der Kreuzkirche zusammen mit der Batzdorfer Hofkapelle, die Mitwirkung beim Education Chorprojekt „Life“ in der Berliner Philharmonie, sowie die Aufführung von Hindemiths „Apparebit repentina dies“ gemeinsam mit Bläsern der Sächsischen Staatskapelle.
Konzertreisen führten den Chor nach Kopenhagen, St. Gallen, Breslau und in zahlreiche deutsche Städte.
Der Universitätschor Dresden wurde 2019 zum dritten Mal mit dem Förderpreis Dresdner Laienchöre in den Kategorien Gesamtprogramm und Interpretation eines fremdsprachigen Werkes ausgezeichnet.